8 Stunden, einmal und nie wieder

Am Samstag war eine riesen Show, mit 8 Bands von denen 6 so berühmt waren wie bei uns die bekanntesten, die man sich vorstellen kann.
Wem es etwas sagt, hier die namen: Exalta Samba, Revelacao,  Sorriso Maroto, Uns Kamaradas, Gustavo Lins,  Pagodart und zweimit unbekannte Gruppen.

Das Konzert fing um 18h an und ging bis kurz nach 5h (geplant bis nach 6h).
Wir sind so gegen 21h da eingetrudelt und haben als erstes Pagodart gesehen, welche eine irre Stimmung verbreitet haben. Alle Leute dort sind total durchgedreht. Waren wohl so über den Daumen 30.000 leute, hab ich mir sagen lassen. Das ganze fand statt in einer riesen Halle mit Air Conditioning, wobei man davon nix gemerkt hat. Ich muß echt sagen, ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so geschwitzt wie da, aber irgendwie hat das garnicht so sehr gestört, zumindest die ersten 4-5 Stunden nicht……. Meine Unterhose war zum Ausfringen naß und meine Finger fingen schon an zu schrumpeln, wie, als wenn ich zulange in der Badewanne war. Echt Krass.

Nach Pagodart kam dann Exalta Samba mit einem ihrer grössten Hits (Eu me apaixonei pela pessoa errada – Ich habe mich in die flasche Person verliebt) Wie die Frauen da geschrien haben , werde ich mal nicht versuchen zu erklären, nur soviel, das einige danach bestimmt nicht mehr sprechen konnten.Allgemein haben sie bei jedemLied von jeder Band so geschrien, aber es gab noch abstufungen. Ausserdem wurde auch bei jedem Lied aus vollster Kehle mitgesungen, so das sich einige Bands das leicht gemacht haben und im Refrain nichtmal mehr selber gesungen haben. Ich glaube bei einem Lied wurde sogar eine ganze Strophe von dem Publikum gesungen. Echt unglaublich.

Danach kamen dann Uns Kamaradas, die momentan extrem Populär hier sind und Sorriso Maroto, die ebenfalls im Radio rauf und runter gespielt werden. Bei dem Auftritt von Sorriso Maroto ist leider auch etwas trauriges passiert. Jemand hat mein Handy aus meiner Hosentasche geklaut, ohne das ich auch nur irgendwas gemerkt habe. Und das obwohl ich echt alle 2 Minuten gefühlt habe ob es noch da ist, und dann war es auf einmal nicht mehr da und das konnte ich garnicht glauben.

Als ich das Regilda gesagt habe, dachte sie ich verarsche sie, weil ja 1. April war und sie war auch die ganze Zeit nicht sicher ob ich nicht vielleicht doch einen Witz mache. Zu Beginn dachte ich sogar, dass sie es evtl. hat, aber leider war dem nicht so.

naja, wärend des Konzertes von Sorriso Maroto, war es dann auch langsam soweit, dass ich total platt war und nur noch sitzen wollte, oder sogar liegen. Haben und dann auch einen Augenblick später an eine Wand gesetzt. Es war einfach echt anstrengend so lange, das war so etwa nch 5 Stunden und das man dann auch noch so klitschnaß geschwitzt war, hat dann auch irgendwie nicht mehr sovielSpaß gemacht. Ich wollte eigentlich nur noch bleiben um meineabsolute lieblingsgruppe Revelacao zu sehen, welche zu meinem ärgernis auch erst als Letztes aufgetreten ist…. Save the best for last

Also haben wir uns bei dem auftritt von Gustavo Lins beim Eingang auf den Boden gesetzt, wo die Air Conditioning Maschine noch ihren Zweck erfüllt hat. Wie das da war, kann man sich ungefär vorstellen wenn man im Hochsommer in den Stadtpark geht. Viele viele Menschen saßen auf dem Boden oder haben da sgar gelegen und geschlafen, zu großen Teilen auch ohne T-Shirt, weil es einfach so heiss war.

So gegen 3:30 ging es dann endlich los, Revelacao ist aufgetreten und hat auch gleich mit ein paar Hits den Anfang gemacht, wobei man sagen muss, von denen ist fast jedes Lied in Brasilien ein Hit, entsprechend haben die Fans dann auch noch eines drauf gelegt, was das mitsingen und Tanzen anging.. Alle die bis dahin Pause gemacht hatte, waren nun wieder voll dabei, ist halt doch noch einen Tick besser als die anderen. Leider war ich schon zu K.O. um das ganze echt in vollem Umfang genießen zu können, aber die waren schon der Hammer.

Nach dem Konzert sind wir dann gegen 5:30h zu Regildas Oma gegangen und haben da einen Augenblick gesessen, bis wir dann zum Bus gegangen sind. Als mein Bus dann endlich kam, bin ich auch normal eingestiegen, nur hatte Regilda mir vergessen zu sagen, dass dieser Bus eine etwas andere Strecke fährt. Da wo ich hätte austeigen müssen, hab ich noch gedacht, nee der fährt bestimmt da vorne rechts ab anstatt über die riesen Brücke nach Torre (Stadtteil) Als er dann aber doch über die Brücke gefahren ist, dachte ich nur so, shit, nun muss ich ja echt eine kleine Weltreise zu Fuß zurücklegen um nach Hause zu kommen. Als ich dann in Torre bei der ersten Haltestelle nicht rechtzeitig zum Kassierer gekommen bin, musste ich dann auch noch bei der zweiten Haltestelle dort austeigen…… Oh man war ich platt.. und um 7h morgens endlich zu Hause angekommen hieß es: Klamotten runter und ab in die kalte Dusche. Sonntag habe ich dann den halben Tag im Bett verbracht und mich erholt.

Im großen und ganzen, wenn man mal von meinem Handy absieht, war es eine klasse Show und ein echtesErlebnis, was man mal gemacht haben sollte, aber nochmal werde ich das nicht mitmachen, am Ende war es wirklich anstrengend.

Lieber gehe ich da mehrmals die Woche (bisher erst 2 mal) in die Bar Toca da Joana, wo immer andere Live Bands spielen, die wirklich klasse sind. da kann man dann Tanzen, oder aber auch entspannt einfach nur sitzen, was trinken, sich unterhalten oder nur Musik genießen.

FOTOS:

  1. Mul, Joel und Felix im Toca da Joana
  2. Bar: Toca da Joana
  3. Eine Pagode Band, die dort aufgetreten ist(super klasse)
  4. Joel Dias, mein Capoeira Trainer aus Hamburg, der eigentlich auch von hier her Stammt

Mula, Joel, Felix: Toca da Joana Toca da Joana

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Veröffentlicht von

pimdog

I am a self taught polyglot who also plays the piano. I enjoy the complex games of poker and chess. After studying at the University of Hamburg for over a decade I have now dedicated his life to the art of learning and spirituality.

2 Gedanken zu „8 Stunden, einmal und nie wieder“

  1. Blanquito! K pasa? To‘ bien? Ja ja! Solche Sachen muss man mitgemacht haben solange man jung ist! Das sind auf jeden Fall Erlebnisse, auf die man später zurückschaut und schmunzeln muss. Ich kann da aus dem Nähkästchen plaudern. Aber wie Du schon richtig gesagt hast: So etwas macht man 1x mit und nie wieder auch wenn sie lustig waren 🙂 Uni hat angefangen und ist wieder derbe stressig. Erzähle Dir aber nichts Neues. Und wie Pac mir immer eingebläut hat: I’m a soldier 🙂

    Peace

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